Däumelinchen Seite wird bearbeitet bis Ende August 2017

Märchen von Hans-Christian Andersen

für Erwachsene und Kinder ab 3½ Jahren

Spieldauer 50 Minuten (Kurzfassung 35 Minuten)

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Däumelinchen

Pressestimmen

Märchen

 

 

 

 

 

 

 
     
     
     
   
     
     
Regie/ Erzählung
Friedrich Raad
Bühnenbilder/ Figuren
Beate Schroer
Musik
Andreas Starr

 

Däumelinchen

Wer kennt nicht das kleine Naturkind mit der unschuldigen, mitfühlenden Seele, kaum größer als ein Daumen, das die Sprache der Tiere versteht? Däumelinchen ist so schön und liebreizend, daß viele Typen, die sich selbst für unwiderstehlich halten, auf sie fliegen und sie heiraten und besitzen wollen: Der schleimige Sohn der Kröte will Däumelinchen mit Hilfe seiner Mutter in sein Reich im Schlamm hinunterziehen. Aber die mitfühlenden Fische vereiteln seinen Plan. Sie nagen den Stegel des Seerosenblattes ab, auf dem Däumelinchen sitzt und so schwimmt das Blatt mit ihr unerreichbar für den Kröterich davon. Ein wunderschöner Schmettling begleitet sie mit seinem Flügelschlag. Lange Ruhe hat sie allerdings nicht, denn schon bald entführt sie der spießige Maikäfer in die Baumwipfel. Doch die Meinungen der anderen Maikäfer, die Däumelinchen für häßlich halten, sind ihm wichtiger als seine eigenen Gefühle. Und so verliert er schnell sein Interesse an ihr. Wenigstens fliegt er mit ihr wieder vom Baum hinunter und setzt sie auf der Erde ab.

Am Rande des Waldes verbringt Däumelinchen den Sommer und den Herbst. Sie macht sich ein Bett aus Sauerampferblättern. Der Salamander warnt sie vor dem kalten Winter. Und als die ersten Schneeflocken fallen, würde das Mädchen erfrieren, wenn ihr die gutmütige Feldmaus nicht Unterschlupf in ihrer Wohnhöhle gewähren würde. Aber bald stellt sich heraus, daß die Feldmaus nicht uneigennützig gehandelt hat. Sie will Däumelinchen mit dem reichen Maulwurf verkuppeln und erhofft sich viele Geschenke.

Wieder wird das Mädchen nicht gefragt, ob sie die liebestollen Gefühle der Herren auch erwiedert. Denn das tut sie überhaupt nicht!

Doch zum Glück ist Däumelinchen mit der Schwalbe befreundet. In den Gängen, die die Wohnhöhle der Feldmaus mit den Gemächern des Maulwurfes verbinden, findet sie die Schwalbe, die erstarrt und scheinbar tot daliegt. Däumelinchen pflegt den Vogel und hat ihn sehr lieb und rettet ihm so das Leben, so daß er sich im Frühling wieder in die Lüfte aufschwingen kann. Die Schwalbe will Däumelinchen mitnehmen. Aber aus Loyalität zur Feldmaus, die ihr ja das Leben gerettet hat, lehnt sie ab (In unserer Kurzfassung fliegt sie nun schon mit der Schwalbe nach den warmen Ländern fort).

Im darauffolgenden Herbst hat die Feldmaus alles für die Hochzeit Däumelinchens mit dem blinden Maulwurf vorbereitet. Sie soll nun für immer in seinen dunklen Gemächen leben. Ein letztes Mal darf das Naturkind ans Tageslicht, um von der Sonne, den Blumen und den Vögeln Abschied zu nehmen. Die Feldmaus hat ihr inzwischen gedroht, sie zu beißen, wenn sie den Maulwurf nicht zum Manne nehmen wolle. Da kommt die Schwalbe wieder angeflogen. Jetzt nimmt Däumelinchen ihr Angebot dankend an und wird von ihr auf ihrem Flug in die warmen Länder mitgenommen.

In den Ländern des Südens begegnet sie dem König der Blumen, der noch nie ein so schönes Mädchen gesehen hat und um ihre Hand anhält. Ha, potztausend. Das ist freilich ein anderer Mann als der Sohn der Kröte oder der Maikäfer oder der Maulwurf mit dem dicken Daimler und dem schwarzen Sammetpelz. Deshalb sagt sie mit Freuden ja zu dem herrlichen Prinzen. Und Däumelinchen bekommt ein Paar herrliche Flügel geschenkt. Und nun kann sie auch von Blume zu Blume fliegen...

Däumelinchen ist ein Liebesmärchen. Und die Liebe allein verleiht Flügel und ermöglicht die Höhenflüge, die unsere eigentliche Bestimmung sind.

 

Die Stuttgarter Künstlerin Beate Schroer hat die Figuren und Bühnenbilder zu Däumelinchen entworfen und hergestellt. Es sind ihr herrliche Kontraste zwischen klassischen Schwarz/Grau/Weiß-Scherenschnittbildern und farbenfrohen Landschaften gelungen. Die zauberhaft sphärische Musik dazu hat der Dortmunder Musiker Andreas Starr komponiert.

Der Text ist eng an die klassischen Übersetzungen aus dem Dänischen angelehnt und wird "live" mit Mikrofon von mir, von Friedrich Raad, erzählt. Die Aufführung wird mit 2 Spielern durchgeführt. Ich bin immer dabei und noch einer meiner freien Mitarbeiter.

Die 14 Bühnenbilder, jedes 1,33m breit und 1,12m hoch, sind auf einer ungefähr 20m langen Plastikrolle ausgeschnitten und aufgeklebt und/oder mit Glasmalfarbe aufgemalt. Die Rolle selbst sitzt auf einem Kugellager und wird an der Leinwand entlang auf eine zweite Rolle gekurbelt. Die Däumelinchenfigur ist 53cm groß. Die reine Auf- und Abbauzeit beträgt ca. 40 Minuten.

Däumelinchen kann in bis zu 30m langen Räumen vor bis zu 300 Zuschauern aufgeführt werden. Der Saal muß nicht dunkel sein. An geschützten Orten sind auch Vorstellungen im Freien möglich. Unsere höhenverstellbare Bühne ist 2m15 hoch, mindestens 2m, normalerweise 4m breit und 1,50m tief.