Die Bremer Stadtmusikanten

Märchen der Brüder Grimm
Für Kinder ab 3
½
Spieldauer: ca. 25 Minuten

Die Bremer Stadtmusikanten werden
meist zusammen mit Rotkäppchen gespielt

Startseite

Rotkäppchen

Die Bremer Stadtmusikanten

Pressestimmen

Märchen

Die Bremer Stadtmusikanten sind das Hohelied auf die Freundschaft.

Lange Jahre trug der Esel unverdrossen die Säcke zur Mühle, der Hund war seinem Herrn immer treuer Begleiter auf der Jagd, die Katze hielt das Haus ihrer Frau von Mäusen frei und jeden Morgen begrüßte der Hahn freudig die Sonnen und weckte die Bauersleute. Nun sind die Tiere alt und ihre Herren (und Frauen) wollen ihnen ihre treue Dienste schlecht belohnen: Der Esel soll zum Pferdemetzger gebracht werden, der Hund wurde fortgejagt, die Katze sollte ersäuft werden und der Hahn sein Leben für eine Suppe lassen. Doch gemeinsam sind die alten Tiere noch immer stark. Mit List und Witz und ihrer Musik und ihren Schatten, die unser Schattentheater riesengroß und verzerrt darzustellen vermag, vertreiben sie die Räuber und nehmen das Haus im Wald als Altersruhesitz und lassen's sich gut gehen..

Interpretation

Die Bremer Stadtmusikanten sind sehr vielschichtig. Drei Teile hat das Märchen: den Tag, die Dämmerung, die Nacht.

Am Tage lernen sich die vier Tiere kennen und wir erfahren ihre leidvollen Geschichten.

In der Dämmerung lassen sich die vier Gesellen unter bzw. auf einem großen Baum nieder. Der Hahn schwingt sich in die Spitze und entdeckt ein Licht: das Räuberhaus.

In der Nacht erstürmen die vier Tiere schließlich das Räuberhaus und verteidigen es mit Witz und List und mit ihrer kunstvollen Musik gegen einen zurückkehrenden Räuber.

Was am Tage verborgen bleibt, zeigt in der Nacht sein wahres Gesicht. Die Herren der Tiere s i n d die Räuber. Und Betrüger zu vertreiben läßt die Herzen der Kinder und aller anständigen Menschen höherschlagen!

 

Eine zweite Sicht auf Die Bremer Stadtmusikanten. Das Märchen zeigt einen Menschen in einer tiefen Krise und die Heilung seiner Krise. Der Esel steht für den Körper; der Hund für die Triebe und Instinkte; die Katze für die Gefühle und der Hahn steht für das Denken. Der Körper ist ausgelaugt, das Liebesleben erschlafft, die Gefühle depressiv und das Denken stumpf und matt. Denn im Haus (auch ein Symbol für den menschlichen Körper) haben sich Räuber eingenistet: Parasiten. Diese werden durch Lebensfreude und Gesang vertrieben. Bevor die 4 Tiere aber ihre Lieder singen können, müssen sie Körper, Triebe, Gefühle und Denken erst wieder in Einklang bringen. Dies geschieht in der Dämmerung an dem großen Baum, an dem die Tiere von der Wurzel bis in den Gipfel ihre natürlichen Plätze einnehmen.