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Tristan und Isolde

Verkleidet als Ärztin man Blnachefleur zu ihm ließ,
Den Riegel vor die Thür sie stieß:

Da nickt' ihr Riwalin nur kaum:
Die Kräfte ließen ihm nicht Raum
Als einem todsiechen Mann.
Das sah sie aber wenig an
Und bedacht es nicht, nein, liebeblind
Saß zu ihm das schöne Kind
Und legte ihrem Riwalin
Die Wang an seine Wange hin.
Bis ihr da zu gleicher Zeit
Von Liebesglück und Herzeleid
Ganz des Leibes Kraft entwich;
Ihr rosenfarbner Mund erblich,
Die lichten Lebensfarben
Erloschen und erstarben,

So lag sie in der Ohnmacht lange,
Ihre Wang an seine Wange